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VFD- und Nixie-Uhren
Ich habe inzwischen mehrere Nixie- und VFD-Uhrenprojekte begonnen, die ich hier veröffentlichen möchte. Bei meinen ersten Projekten habe ich mich dabei auf den Bau des Gehäuses beschränkt, und ansonsten zu Bausätzen gegriffen. Da mich inzwischen VFD-Uhren mehr interessieren als Nixies, baue ich mittlerweile die Uhrenelektronik selbst, da das Angebot bei Vakuumfluoreszenz-Uhren deutlich geringer ist. Ich verwende dafür Atmel AVR Microcontroller.
Uhrengehäuse (2007)
Zweiteiliges Uhrengehäuse aus Kirsche (2008)
Ich wollte zunächst beide Teile mit 4 seitlich angebrachten Schrauben verbinden, aber schöner
ist die unsichtbare Verbindung von unten mit 2 Schrauben, die in seitlich an das Zargenoberteil
geleimte Leisten greifen. Das Gehäuse ist aus französischer Kirsche, behandelt mit der traditionellen
Schellackmethode. Die Uhr ist eine
6-stellige Nixie mit 18mm hohen IN-12 Röhren, die
man hier im Detail sieht.
Die Sandwichplatine liegt unten in zwei Nuten und wird bei geschlossenem Gehäuse von einem ebenfalls genuteten
Stück Holz fixiert. Das Netzteil befindet sich auf der Lochrasterplatine dahinter; leider werden
diese kleinen Printtrafos vergleichsweise warm, so dass ich wohl noch eine Öffnung zur Kühlung
vorsehen muss. Dazu fehlt mir im Moment die richtige Idee. Wer eine hat, möge mich über die im
Impressum angegebene email-Adresse kontaktieren. Ich denke, dass ich den Siebelko im Netzteil
mit 680uF auch überdimensioniert habe; der Printtransformator wird dadurch über Gebühr belastet
und wird zu warm. Normalerweise wäre das egal, aber in so einem engen Gehäuse sollte man auf
diese Details achten.
Die Bilder im Betrieb zeigen, dass die Uhr am 14. Juli 2008 gegen 19 Uhr in Betrieb genommen
wurde. Da die IN-12 Röhren relativ tief sind, ist die Ablesbarkeit von schräg oben nur bedingt
gewährleistet. Hier würde eine dünnere Glasscheibe helfen. Die Kabel für die Verbindung zu den
Tastern müssen verdrillt werden, um Einstreuungen zu vermeiden (das sieht man auf den Bildern
noch nicht).
Nachtrag: Ich habe eine rechteckige Aussparung gefräst und aus Lochblech
einen Lüftungsgittereinsatz gebogen.
Uhrengehäuse für die IN-14 Uhr von Klaus Urbach (2008)
Ich baue gerade zwei solcher Gehäuse aus Kirschholzresten. Die Seitenteile
sind mit Gehrungsschnitten versehen und enthalten unten eine Nut zur unsichtbaren
Aufnahme einer 3mm Bodenplatte aus Sperrholz. Die Anschlussbuchsen für Zentralbefestigung
lassen sich im 13mm starken Material nicht direkt befestigen, sondern sind für
maximal 4mm starke Fronten konzipiert. Ich habe daher eine entsprechende Aussparung
gefräst, die im Bild gut zu sehen ist.
Die IN-14 Röhren sind fest verlötet;
da der Abstand der Röhren nur einen dünnen Grat von 2-3mm lässt, habe ich keine
Holzabdeckung gebaut, sondern eloxierte Aluminiumplatten bei
Schaeffer in Berlin
anfertigen lassen. Die Platten sind hervorragend verarbeitet; beim nächsten Mal
werde ich einen Versuch in Messing machen. Das Bild zeigt die Vorlage.
Die Rückseite der Gehäuse enthält eine 3-polige Klinkenbuchse für den Anschluss
des DCF77-Empfängermoduls sowie eine Hohlsteckerbuchse für die Spannungsversorgung.
Beim Prototypen rechts (auf dem grossen Bild) sind mir zwei Fehler unterlaufen;
die Buchsen sind zu weit oben angebracht, und die beiden Löcher für die Taster
sind an der falschen Position. Das Modell links im grossen Bild zeigt, wie es eigentlich
sein muss.
Die Sandwichplatine selbst ist mit Abstandsbolzen auf einer Grundplatte befestigt,
die im Gehäuse in einer Nut liegt und dort von unten verschraubt wird. Die Höhe der
Abstandsbolzen beträgt 25mm, ein zweiter Abstandsbolzen in 8mm Länge stellt die
Verbindung zwischen beiden Platinen her.
Zweiteiliges Uhrengehäuse aus Eiche (2008)
Dir Rückseite enthält ein Lochblech, das in einer Nut liegt. Die weiteren Bilder
zeigen den Zustand nach der Montage der Uhr in das mit Schellack behandelte
Gehäuse. Es fehlen lediglich noch die Schrauben zum Fixieren des Deckels mit dem
Unterteil. Die Uhr läuft mit Netzfrequenz und ist ausserordentlich ganggenau.
Wer einen genauen Blick auf die Anzeige wirft, erkennt den Einsatz des 74LS47
BCD/7-Segment Decoders, bei dem die Ziffern 6 und 9 mit einem waagerechten
Segment weniger als üblich dargestellt werden - das spart ein paar Gatter.
Kleine VFD-Uhr im Zargengehäuse aus Eiche (2008)
LED-Uhr mit Drehgebersteuerung als Prototyp (2008)
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