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Hier geht's los
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Zinkenverbindungen mit der Wolfcraft Zinkenschablone
Schwalbenschwanzverbindungen fräsen
Eine interessante Alternative ist die Wolfcraft Zinkenschablone, die man schon für 50 Euro
bekommen kann. Natürlich kann man zu diesem Preis nicht die Qualität einer Profischablone
erwarten, aber die oft abwertenden Kommentare, die man in manchen Newsgruppen lesen kann, sind
ungerecht. Die Wolfcraft-Schablone ist besser als ihr Ruf, und in ihrer Preisklasse unschlagbar.
Sie kann sogar mehr, als die Anleitung vorgibt.
Die Wolfcraft Zinkenfrässchablone
Diese Vorgehensweise hat allerdings den Nachteil, dass man nur Bretter bis maximal 22mm Dicke
einspannen kann. In der Praxis kann man etwas darüber hinausgehen, aber bei 29mm muss das
Gerät passen: Bei dieser Dicke lässt sich die Schablone (siehe zweites Bild) nicht mehr auf das
waagerecht eingespannte Brett klemmen.
Bretter über 22mm Dicke
Andererseits gewinnt man auch an Freiheit: Jetzt gibt es keinen Grund mehr, die Schablone am linken
Anschlag einzuklemmen, sondern kann sie bis zu 15mm weiter nach rechts verschieben, um die erste Nut
an beliebiger Position beginnen zu lassen. Das ist oft sinnvoll, um sicherzustellen, dass die erste
und die letzte Nut den gleichen Abstand vom Rand haben. Ich verwende diese Möglichkeit, um zu
gewährleisten, dass die letzte Nut nicht mit der 5mm-Nut für den Schubladenboden kollidiert.
Da ich das senkrechte Brett, das die Schubladenseite darstellt, nicht mehr bündig einspannen kann,
verwende ich ein etwas grösseres Brett (Im Bild hat die Schubladenfront 10cm Höhe, die Seiten werden
mit etwa 11cm gefräst) und säge es später auf die richtigen Dimensionen. So habe ich etwas Spielraum
beim Einspannen. Man sieht in den Bildern, dass das senkrechte Brett nicht am linken Anschlag anliegt.
Ausreissen vermeiden
Wie tief muss ich den Fräser einspannen?
Und sonst?
Die Suche nach einem Hartmetallfräser war nicht einfach, da Breite und Winkel wirklich mit den
Angaben in der Anleitung übereinstimmen müssen. Die Wolfcraft-Schablone erwartet Zinkenfräser
(manchmal auch als Gratfräser bezeichnet - das hilft bei der Suche im Netz!) mit 14.3mm
Durchmesser, 13.5mm Länge und 15° Winkel.
Meinen Fräser habe ich in einem Sortiment von der Firma Famag erhalten und bin damit sehr
zufrieden: Auch Eiche und Kirsche sind dank HM-Bestückung kein Problem. Im 2005er Katalog von
Famag habe ich das Modell allerdings nicht gefunden.
Von Festool gibt es wohl auch einen passenden Fräser, er trägt die Nummer 490992. Das Modell
A-0024 vom Schärfdienst Meyer hat ebenfalls die gleichen Spezifikationen. Ich bin sicher, man
findet noch sehr viel mehr.
Da der Zinkenfräser voll in das Material eintaucht, werden Fräser und Oberfräse hier ziemlich
beansprucht. Ich fräse deshalb erst mit einem 6mm Fräser vor, bevor ich den Zinkenfräser einsetze.
Trotzdem ist meine alte 710W-Oberfräse bei den Nuten gelegentlich an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit.
Wie ich schon sagte, arbeite ich die Zinken und Nuten nach. Mit einem Stechbeitel entferne ich den
evtl. vorhanden Grat an den Nuten und Zinken, ausserdem glätte ich die Zinken mit Schleifpapier.
Die äusseren, je nach Länge der Seitenteile unvollständigen Zinken muss man natürlich absägen; wenn
man dabei nicht aufpasst, gibt's eine Delle, wie im unteren Bild links zu sehen. Nach der Montage
schleife ich die Seite der Schublade mit dem Bandschleifer, um eine einwandfrei glatte Seite zu
erhalten. Dabei kann durchaus ein halber mm Material entfernt werden, falls die Zinken nicht
ganz bündig sind. Ich berücksichtige das bereits beim Zuschnitt.
Fazit
© 2007 Marais |